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Leben in Freiheit für Frauen
aus Menschenhandel / Zwangsprostitution

PRESSEINFORMATION

Hier haben wir für Sie aktuelle Presseartikel über uns zusammengestellt. Für alle weiteren Informationen steht Ihnen unsere 2. Vorsitzende Frau Claudia Keuter gerne jederzeit zur Verfügung.

Das Hilfswerk „Mission Freedom“ will mit einem Film über Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland aufklären. Darin berichtet unter anderem eine Frau, die in Bulgarien mit zwölf Jahren zwangsverheiratet wurde.

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Gaby Wentland gibt Zwangsprostituierten eine Unterkunft und Hoffnung. Das Abendblatt hatte die Hamburgerin für die Auszeichnung vorgeschlagen.

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Plötzlich wusste sie zu viel. Zu viel, um wegschauen zu können und so zu tun, als wäre alles in Ordnung.

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Um junge Frauen aus der Zwangsprostitution zu retten, gründete Gaby Wentland den Verein Mission Freedom e.V. Dafür bekam sie den Bürgerpreis

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MENSCHENHANDEL / Zwangsprostitution unbürokratische Hilfe in Hamburg zeigt Erfolg

Bürgerpreis 2014 an Gaby Wentland

„Wenn es meine Tochter wäre...“

Dies war der entsetzte Gedanke der Vorstandsvorsitzenden von MISSION FREEDOM e.V., Gaby Wentland, als sie von Menschenhandel als internationale organisierte Kriminalität hörte. Er gilt weltweit als der am schnellsten wachsende Verbrechenszweig. 35 Millionen Opfer von Menschenhandel sind die erschreckenden Schätzungen, die dieses menschenverachtende Geschäft nach dem Drogenhandel zum zweitprofitabelsten Geschäft weltweit machen. Junge, attraktive Frauen aus dem Ausland werden mit den tollsten Job-Versprechungen durch Schleuserbanden nach Deutschland gelockt und landen hier unter den unwürdigsten Bedingungen in der organisierten Prostitution.

Das waren die Fakten, die zur Gründung der gemeinnützigen Organisation MISSION FREEDOM e.V. im Januar 2011 führten.

MISSION FREEDOM konnte seit dem Start bereits sehr erfolgreich 50 Personen Schutz und Hilfe bieten (38 Frauen und deren 12 Kinder).

In einem besonders geschützten, anonymen Haus am Rande von Hamburg, dem „MISSION FREEDOM HOME“, werden kurzfristig und zu jeder Tages- und Nachtzeit an sieben Tagen der Woche Frauen in Not aufgenommen. Über ein Notfallhandy ist der Kontakt zu jeder Zeit möglich.

Motivierte, erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiter des MISSION-FREEDOM-Teams kümmern sich liebevoll um die verstörten Frauen. Das Team besteht aus Vollzeit-Angestellten wie einer Ärztin, einer Diplom- Sozialarbeiterinnen mit Weiterbildung zur Fachberaterin für Psychotraumatologie, einer Trauma-Psychologin, einer Krankenschwester, zwei Erzieherinnen/Pädagoginnen, einer Steuerfachfrau/Buchhalterin, zwei Betriebswirten (Marketing- und Controlling-Spezialisten), einer Seelsorgerin, einer Tanz- und Bewegungstherapeutin sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern und Praktikantinnen.

MISSION FREEDOM arbeitet außerdem mit Experten zusammen bei allen finanziellen, rechtlichen, integrationsbezogenen, sprachlichen, medizinischen und psychosozialen Problemen. Sehr dankbar ist MISSION FREEDOM den Ärztinnen, Rechtsanwälten, den Krankenkassen und anderen Fachstellen für die Behandlung und Beratung. Die Sozialarbeiterinnen kümmern sich um die Abwicklung aller rechtlichen Dinge und die Behördengänge. Sie arbeiten mit allen an der Betreuung beteiligten Stellen und Organisationen zusammen wie Jobcenter, Sozialamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Standesamt etc..

MISSION FREEDOM arbeitet außerdem erfolgreich mit unterschiedlichen Organisationen freundschaftlich zusammen zur:

  • Nutzung fachlicher Kompetenz
  • Übernahme sicherheitsgefährdeter Frauen an dem jeweiligen Standort
  • Übernahme von betroffenen Frauen, wenn die jeweiligen Häuser voll sind
  • Unterstützung und Erfahrungsaustausch jeder Art

Verbundene Organisationen:

„Gemeinsam gegen Menschenhandel“ – gegründet und aktiv begleitet von dem Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich. (hier ist MISSION FREEDOM Gründungs-Mitglied) European Freedom Network, International Justice Mission Deutschland e.V., Solwodi (Solidarity with Women in Distress), Alabaster Jar e.V. Berlin, CARF (Christian Aid & Resources Foundation), The A21 Campgain, Bright Future, Herzwerk, ORA International, Heartwings e.V., Sabatina e.V., Stop the Traffik etc.

Streetworkerinnen von MISSION FREEDOM sind regelmäßig unterwegs und arbeiteten mit der Milieu-Polizei gut zusammen. Es gab mehrere Treffen mit den Beamten in St. Georg, die der Beratung dienten. Zwei Frauen konnte MISSION FREEDOM über diese Vermittlung aufnehmen.

MISSION FREEDOM e.V. verfolgt zwei Ziele: erstens das Unrecht an diesen jungen Frauen aufzudecken und zu helfen, die Frauen aus dem Menschenhandel (Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Arbeitsausbeutung) zu befreien und ihnen eine sichere Unterkunft und psychosoziale Betreuung zu bieten und zweitens mitzuhelfen, dass diese unwürdigen Zustände bekannt werden. Dieses Engagement wurde im Februar 2014 vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger mit dem Bürgerpreis 2013 ausgezeichnet.

Im Verbund der Diakonie Hamburg und unter dem Schirm der Evangelischen Allianz Hamburg konnte MISSION FREEDOM e.V. diese großen Schritte gehen. Grundsätzliches Ziel der Betreuung ist es, die Betroffenen zu einer selbstständigen Lebensgestaltung hinzuführen, die ihnen eine gesellschaftliche Eingliederung in Deutschland oder ihrem Heimatland ermöglichen soll.

Möchte die Klientin in ihr Heimatland zurückkehren, wird die Rückreise organisiert und finanziert und ein Empfang mit Betreuung durch eine partnerschaftliche Hilfsorganisation vor Ort angeboten. MISSION FREEDOM steht in Kontakt mit diversen Organisationen in den Herkunftsländern der Mädchen, sowohl in Afrika wie auch im Osten Europas und kann dadurch Präventions- und Aufklärungsarbeit direkt in den Ursprungsländern ermöglichen. Sie arbeiten dabei mit The A21 Campaign (Abolishing Injustice in the 21st Century) zusammen und CARF in Ghana, sowie in Nigeria, Great Africa Network for Women mit Sitz in Berlin und Benin City, Nigeria sowie weiterhin mit dem Frauenhaus Esther in Rumänien und weiteren Organisationen unter dem Dach des European Freedom Networks.

Zur präventiven Arbeit führen die Mitarbeiterinnen Informations- und Diskussionsveranstaltungen für die unterschiedlichsten Zielgruppen in Deutschland - in den Herkunftsländern aber auch weltweit - durch. Es gibt dafür diverse Materialien und Filme in mehreren Sprachen.

Seit der Gründung wurden Tausende von Stunden im Einsatz gegen Menschenhandel geleistet . Das sehr engagierte Team begeistert durch immer neue Wege, Kontakt zu den betroffenen Frauen zu finden und Vertrauen aufzubauen. MISSION FREEDOM lebt allein von Spenden engagierter Menschen, denen das Thema Menschenhandel am Herzen liegt. Dankbar sind die Mitarbeiterinnen von MISSION FREEDOM über eine mehrjährige Förderung von Aktion Mensch.

MISSION FREEDOM war mit diesem Thema Teil des Ev. Kirchentages in Hamburg am 2. Mai 2013 und gestaltete zusammen mit „Gemeinsam für Hamburg“ einen Tag in der Fischauktionshalle zum Thema Menschenhandel. Am 7. November 2014 veranstaltete MISSION FREEDOM einen Kongress im Hamburger Michel: "Aufstehen gegen Menschenhandel!" mit fünf Experten aus Politik, Wirtschaft, Polizei und Hilfsorganisation.

 

MISSION FREEDOM e.V.
Vorstandsvorsitzende: Gaby Wentland
Postfach 920 401
D-21134 Hamburg

www.mission-freedom.de
kontakt@mission-freedom.de
Telefon: 040-702 924 14
Fax: 040-702 924 36