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Leben in Freiheit für Frauen
aus Menschenhandel / Zwangsprostitution

Zwangsprostitution

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung bezeichnet man als Zwangsprostitution.

Junge Frauen aus Osteuropa oder Afrika sehen oft keine Perspektive in ihrer Heimat. Menschenhändler machen sich das zu Nutze und locken sie mit falschen Versprechungen nach Westeuropa. Manchen wird eine Karriere als Model, anderen Arbeit in der Gastronomie oder anderen Branchen versprochen. Wieder andere nehmen an, dass sie in Westeuropa selbständig als Prostituierte arbeiten und viel Geld verdienen können. Auf der Reise wird ihnen der Pass weggenommen, sie werden bedroht, geschlagen und vergewaltigt.

Im Zielland angekommen, müssen diese Frauen gegen ihren Willen in Bordellen, Terminwohnungen oder auf dem Straßenstrich arbeiten und werden wie Ware immer wieder weiter verkauft. Ihnen wird gesagt, dass sie nun hohe Reisekosten zurückbezahlen müssten. Ständige Ortswechsel machen einen Aufbau von festen Beziehungen unmöglich. Die Frauen sind entwurzelt und hilflos und können sich meist kaum verständigen. Sie haben keine Papiere mehr, sind also illegal im Land und wagen es aus Angst vor Abschiebung oft nicht, sich an die Polizei zu wenden. Die Zuhälter und Zuhälterinnen bedrohen sie und ihre Familie massiv. Etwa ein Fünftel der Opfer ist minderjährig.

Die psychischen und physischen Folgen der ständigen Vergewaltigungen und Gewalterfahrungen bis hin zu Folterungen sind immens. Viele der Frauen, Mädchen und Jungen sind schwer traumatisiert.

Eines der größten Probleme bei der Bekämpfung der Zwangsprostitution besteht darin, dass die Anzeige-Bereitschaft seitens der Opfer, die aufgegriffen werden, gering ist, da sie sehr stark eingeschüchtert sind. Deswegen ist es notwendig, dass sie betreut und stabilisiert werden, um klare Zeugenaussagen machen zu können.

Zahlen und Rechtslage

Traumatisierung