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Leben in Freiheit für Frauen
aus Menschenhandel / Zwangsprostitution

Unsere Arbeit

Hintergründe und Gründung

Im Jahr 2008 hörte Gaby Wentland in Hamburg einen Vortrag über das Thema Menschenhandel & Zwangsprostitution in Europa. Sie war regelrecht geschockt! Sollte es wahr sein, dass in Hamburg junge Frauen wie Sklavinnen zur Prostitution gezwungen werden? Sie ging daraufhin zu diversen Organisationen und informierte sich beim Landeskriminalamt und Bundestag. Überall bestätigte man ihr, dass es in Europa und hier in Deutschland Zwangsprostitution gibt.

Die Situation in Hamburg selbst ist nach wie vor alarmierend. Die Polizei geht wirkungsvoll gegen Prostitution vor. Die Szene ist nach Einschätzung von Experten des Landeskriminalamtes jedoch professioneller geworden. Außerdem bereitet den Beamten ein neuer Trend Kopfzerbrechen. Illegale Prostituierte arbeiten immer öfter über Handy, machen nur noch Haus- und Hotelbesuche. Die Hintermänner sind so schwieriger zu fassen. Nachdem Gaby Wentland sich informiert hatte, war für sie am Ende klar, dass sie nicht länger wegschauen wollte und konnte.

Zusammen mit sechs weiteren mutigen Frauen und Männern gründete sie am 01.01.2011 den Verein MISSION FREEDOM e.V.

Ziel des Vereins ist es, Opfern von Menschenhandel (sexuelle Ausbeutung, Arbeitsausbeutung und Zwangsheirat) eine sichere Unterkunft anzubieten, in der sie stabilisiert und auf ihrer Wegfindung in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt werden. Da das Thema Menschenhandel weltweit immer größere Dimensionen annimmt und bereits als größtes Feld der organisierten Kriminalität (noch vor Waffen- u. Drogenhandel) gilt, sehen wir in der Aufklärung der Gesellschaft (Prävention & Öffentlichkeitsarbeit), sowie in Kooperationen und Vernetzung mit anderen aktiven Organisationen einen Weg zur Lösung.

  • Arbeit mit Opfern des Menschenhandels
  • Aufklärung und Sensibilisierung der Gesellschaft
  • Lobbyarbeit für Opfer des Menschenhandels mit Partnerorganisationen

Es ist MISSION FREEDOM ein persönliches Anliegen geworden, die Gesellschaft über diese Nöte aufzuklären. Dafür reist Gaby Wentland weltweit in unterschiedliche Länder, von ganz Europa bis Amerika und sogar nach Asien.

Die Arbeit gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution braucht den Einsatz und die Anstrengung verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen und Institutionen, von behördlicher Seite ebenso wie von freien Trägern und anderen Nichtregierungs-Organisationen. Inzwischen wurden über 100 Organisationen gegründet, die ebenfalls in Europa gegen Menschenhandel aufstehen und mit MISSION FREEDOM gut vernetzt sind. Durch internationale Netzwerkpartner ist es ihnen möglich, Frauen Rückkehrhilfe im Heimatland zu gewährleisten.

MISSION FREEDOM ist Gründungsmitglied von "Gemeinsam gegen Menschenhandel", einer Dachorganisation, die politisch Einfluss nimmt und ihren Sitz in Berlin hat.