Leben in Freiheit für Frauen aus Menschenhandel und Zwangsprostitution
Menschenhandel ist eine Form der internationalen organisierten Kriminalität. Er gilt weltweit als der am schnellsten wachsende Verbrechenszweig. Die International Labour Organization (ILO) schätzt die Gewinne aus dem Handel mit Menschen auf 31 Milliarden Dollar pro Jahr. (1)
Menschenhändler machen sich die wirtschaftliche und soziale Notlage von Menschen aus sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländern und deren Hoffnung auf ein besseres Leben zu Nutze, indem sie die Betroffenen unter falschen Versprechungen anwerben und durch z.B. Drohung, Gewalt oder Schuldknechtschaft in ein Verhältnis der Abhängigkeit bringen. Menschen werden wie Ware behandelt, sie werden gekauft, verkauft und systematisch ausgebeutet- Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei.
Das Zusatzprotokoll zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels definiert Menschenhandel wie folgt:
Der Ausdruck „Menschenhandel“ bezeichnet „die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder den Empfang von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung. Ausbeutung umfasst mindestens die Ausnutzung der Prostitution anderer oder andere Formen sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Zwangsdienstbarkeit, Sklaverei oder sklavereiähnliche Praktiken, Leibeigenschaft oder die Entnahme von Körperorganen”. (2)
Das MISSION FREEDOM Home ist eröffnet!
Im MISSION FREEDOM Home können Frauen mit ihren Kindern in einer ruhigen Atmosphäre leben und physisch und psychisch zu Kräften kommen. Rund um die Uhr sind Betreuerinnen vor Ort. Durch das Zusammenleben und die individuelle Beratung werden ehemalige Opfer von Menschenhandel stabilisiert und schrittweise auf ein eigenständiges Leben vorbereitet. Sie besuchen nach Möglichkeit Deutsch- und/oder andere Weiterbildungskurse, die ihren beruflichen Neustart erleichtern. Sie erhalten Rückkehrhilfe ins Heimatland bzw. Hilfe bei der Eingliederung in Deutschland.
VORTRAG
von Prof. Dr. Thomas Schirrmacher zum Thema
“Menschenhandel- die Rückkehr der Sklaverei”
(gehalten am Fr, 23.09.2011 in Hamburg, Veröffentlichung m. frdl. Genehmigung)
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Der Handel mit Menschen muss beendet werden! Mehr